Texte

2012

Dezember 2012 / Heinrich Schaufelberger

Ein grosses Paar nahm Abschied vom grossen Dressursport

Sie brachten die Schweiz nach langer Durststrecke wieder zu Weltruhm im Dressursport und die CH-Sportpferdezucht während Jahren immer wieder auch in die internationalen Schlagzeilen: der Sinclair-Sohn Salieri CH und seine Ausbilderin und Reiterin Silvia Iklé. Als das Paar 2003 im Stuttgart German Masters an den Start ging, war dies der erste richtig grosse Auftritt für Salieri CH.
Am 17. November 2012 wurden das Ausnahmepferd und seine Reiterin und Besitzerin an eben diesem Turnier feierlich aus dem grossen Sport verabschiedet. Eine Woche später verstarb Salieri CH tragischerweise nach einer schweren Kolik. (…)
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2009

November 2009 / Heini Schaufelberger

Die Schweizer Dressurreiterin Silvia Iklé

Pferde und Menschen erkennen können

Wenn vom grossen Können und Erfahrungsschatz der Weltklasse-Dressurreiterin Silvia Iklé die Rede ist, treten unmittelbar ihre viel beachteten Spitzenleistungen mit Salieri CH in den Vordergrund. Man sieht das Paar, das nach langer Durststrecke den Schweizer Dressursport auch international wieder in die Schlagzeilen gebracht hat.Doch allein mit der Würdigung der erreichten sportlichen Resultate mit diesem Pferd wird man Silvia Iklé nicht gerecht, sagt doch gerade ihre Leistung mit Salieri CH sehr viel mehr über sie aus, über ihre Fähigkeit beispielsweise, das Potenzial eines jungen Pferdes zu erkennen, auch wenn weder dessen Pedigree noch Charakter auf Anhieb erfolgversprechend sind, oder über ihren unerschütterlichen Willen, ihre ganze Kraft einem nach reiflicher Überlegung gesteckten Ziel zu widmen. (…)
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2008

9. Januar 2008 / NZZ / Peter Jegen 

Ein bemerkenswerter Verzicht

Silvia Iklé will mit Salieri nicht nach Honkong – keine Schweizer Dressurreiter an Olympia 2008

(…) Von mangelder Ethik im Pferdesport war jüngst in diesen Spalten zu lesen. Durch ihren Verzicht auf die Olympischen Spiele 2008 zeigt nun Silvia Iklé, dass es hierzulande im professionellen Umgang mit Pferden durchaus noch horsemanship gibt. Ihr Entscheid verdient Respekt und Anerkennung, weil er das Wohl des Tieres und nicht persönliche Ambitionen in den Vordergrund rückt. Und weil in ihm immense Erfahrung steckt. Silvia Iklé hat Salieri selber ausgebildet, den Wallach vor 10 Jahren am CDI Frauenfeld erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, ihn seither kontinuierlich zum Spitzenpferd geformt – zweifelsohne kompromisslos, ehrgeizig und mit starker Hand. Aber stets im Wissen um die Grenzen dieser physischen wie psychischen Belastung. So ist der Verzicht nur in der Momentaufnahme ein Verlust. Im Gesamtbild wird er zum Gewinn. Für das Pferd, die Reiterin und den Sport. (…)
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